Der insolvente kanadische Telefonausrüster Nortel Networks prüft “strategische Alternativen” für sein Geistiges Eigentum – inklusive verschiedener Patente auf drahtlose Datenübertragung, an denen der BlackBerry-Hersteller Research In Motion bereits im vergangenen Jahr Interesse zeigte. Es ginge darum den Wert dieser Wirtschaftsgüter zu maximieren (“maximize the value”), so eine Meldung des Unternehmens aus der vergangenen Woche.
Nortel meldete im Januar 2009 Insolvenz an, nach dem viele Unternehmen sich mit Investitionen in ihr Netztwerk aufgrund der Fianzkrise zurückhielten. Die Auktionierung von Unternehmenswerten brachte seither rund drei Milliarden US-Dollar.
Davon entfielen allein 1,13 Milliarden US-Dollar auf Technologien und Patente im hart umkämpften Bereich LTE (Long Term Evolution), die nach einem Bieterstreit zwischen Research In Motion und Ericsson an Ericsson gingen. Ob Ericsson sich mit seinen LTE-Schutzrechten einem Patentpool anschließen wird, und wenn ja, welchem, ist bislang unklar.
Der ehemalige Nortel-CEO Mike Zafirovski sagte im August 2009, dass insgesamt rund 2.000 Patente aus dem Kerngeschäft verkauft werden sollten. Etwa 3.000 weitere würden beim Unternehmen selbst verbleiben – etwa 100 davon beziehen sich auf LTE-Technologien.



